Donnerstag, 1. September 2011

Buuudaaapäääääst.

In einem viel zu heißen Zug sind wir dann nach Budapest gefahren. Dabei wurden wir von einem bulgarischen Rapstar verfolgt, der Ella zu überreden versuchte mit ihrem Freund Schluss zu machen (sie hatte ihm erzählt, sie hätte einen) und mit ihm zusammenzukommen, weil er doch so gut aussehe und seine Rapkünste durchaus mit denen aus New York zu vergleichen wären. Zum Glück konnten wir ihn in Budapest schnell abschütteln. Nachdem wir Geld abgehoben hatten und fett shoppen waren, machten wir uns dann auf den Weg zu unserem Hostel. Es war das beste Hostel der Welt!!! Zum Abendessen gab es Käsespacken, Kartoffelpüree und Saaaalat. Eigentlich wollten wir fett Party machen, aber da keine coolen Leute im Hostel waren, ließen wir das bleiben und gingen einfach schlafen. Am nächsten Tag erkundeten wir dann Budapest. Es waren gefühlte 50°C und schwitzten uns tot. Idiotischerweise bestiegen wir dann aus versehen den einzigen Berg in Budapest. Zur Abkühlung gingen wir dann in ein Spa. Leider waren die meisten Becken 38°C heiß, aber zur tatsächlichen Abkühlung gab es auch 16°C kalte :). Wir waren ein bisschen enttäuscht, dass man in das Schwimmerbecken nur mit Badekappen konnte. Aber was will man machen? Abends kochten wir dann so ziemlich das schlimmste Essen auf unserem ganzen Trip (abgesehen von der tschechischen Kinder-Tomatensuppe, die wir auf einem Kreisverkehr in Wien kochten). Der Plan war: Röstis aus dem übrig gebliebenem Kartoffelpüree zu machen mit Apfelmus. Daraus geworden ist: Kartoffel-Rührei mit Baby Nektarinen-Apfelmark aus dem Gläschen. Naja, dafür wurde unser Abend dann umso cooler. Es stellte sich nämlich heraus, dass vom Hostel so gut wir nie jemand da war und wir in der Wohnung einfach alles machen konnten was wir wollten, da wir auch irgendwie die einzigen Gäste zu sein schienen. Als es klingelte, öffnete Anne die Tür und wurde erstmal von einer Ungarin auf ungarisch zu gelabert, die davon ausging, wir wären vom Hostel. Da aber halst keiner da war ging sie und ihre zwei französischen Begleiter direkt wieder, weil sie sich lieber ein anderes Hostel suchen wollten, was wir überhaupt nicht verstanden. Etwas später kamen dann drei leipziger Jungs, denen es ziemlich gut gefallen zu schien und mit denen wir uns dann erstmal fett betranken. Später wollten wir dann noch in einen coolen Club gehen. In einen CLub sind wir auf alle Fälle gegangen, cool war er allerdings nicht wirklich. Eher einen ziemlich billige Russendisko mit schlechter Musik. Da wir betrunken waren, hatten wir aber trotzdem Spaß und umsonst rein kamen wir auch :). Der nach hause Weg war allerdings nicht so lustig, denn wir mussten 4km laufen (also Ella zumindest, Anne war schon vorher mit dem Taxi gefahren). Wir beschlossen am nächsten Tag noch einmal in einen richtig coolen Club zu gehen, aber zunächst machten wir noch ein bisschen Sightseeing und bestiegen nochmal den besagten Berg, da die Jungs ihn ja noch nicht gesehen hatten. Der Club war tatsächlich cool dieses mal. Auf dem Weg zum Club trafen wir einen ziemlich coolen Polen, der auf der Heimreise war und die Nacht durchmachen musste, da sein Zug um 9 Uhr morgens ging. Er schloss sich uns an.Wir feierten solange bis der CLub um 5 zu machte. Zu unserer großen Enttäuschung tun das alle Clubs in Budapest. Uns blieb also nichts anderes übrig als in eine Schwulenbar zu gehen, die als einziges noch offen hatte. Irgendwann gingen wir dann aber zurück zum Hostel und nahmen den Polen mit, da er ja nirgendwo anders hingehen konnte. Aus Nettigkeit blieben wir dann mit ihm bis 8 Uhr wach. Nach ein paar Stunden standen wir wieder auf, um eine Free Walking Tour mitzumachen. Wir latschten 2,5 Stunden durch die Stadt und stiegen schon wieder auf einen Berg, zum Glück nicht nochmal der gleich, auf dem wir schon zweimal gewesen waren. Aber viel Neues lernten wir nicht und kamen uns wie ziemlich doofe Touris vor. Danach gönnten wir uns aber eine leckere Pizza und der Tag war gerettet :). Dann mussten wir auch schon in den Zug nach Krakau steigen...