Donnerstag, 18. August 2011

der Tag nach der schlimmsten Zugfahrt der Welt

...ist erstaunlich schoen verlaufen. Aber erstmal JEDE MENGE Vorgeschehen. Angefangen da wo wir letztes Mal aufgehoert haben.Reise nach Split!
Also wir sind brav in den Zug gestiegen und in Split angekommen, wo wir uns kurzerhand dazu entschieden, eine Faehre nach Hvar zu nehmen, da in unserem Reisefuehrer stand, wir koennten Montags zurueck. Haette perfekt gepasst.Schade war es dann, als wir feststellen mussten, dass diese Info falsch war und wir erst Dienstags weiterfahren konnten, was natuerlich unsere ganze  restliche Planung ueber den Haufen geworfen hat. Wir steckten also fest.
Am ersten Abend lernten wir zum Glueck direkt einen Canadischen Kayakguide kennen, der uns dann auch direkt fuer den naechsten Tag ein Kayak lieh. Abends gingen wir noch mit ihm und seiner franzoesischen Jugendgruppe (so eine scheint auf jedem Campingplatz, auf dem wir sind, vorhanden zu sein...) in ein velassenes Doerfchen und ein Restaurant mit netter Atmosphaere gegangen. Zumindest bis der Wirt anfing, rumzuschreien, dass er alle franzoesischen Menschen hassen wuerde wegen 'fucking Sarkozy'. Na was ein Glueck das wir deutsch sind und den freien Hausgebrauten Schnaps trotzdem bekommen haben!
Am naechsten Abend freundeten wir uns dann mit 4 Augsburgern an, nachdem wir in der Stadt Hvar rumgeirrt waren und uns auf dem Markt mit Gemuese etc zum Grillen ausgestattet hatten. Schwimmen gewesen und kayaken waren wir natuerlich auch! Auch den naechsten Tag verbrachten wir recht aufregungslos in einer wunderschoenen Bucht mit klarem tuerkisen Wasser, abends wieder mit unseren deutschen Freunden und deren FURCHTBARER Gitarre. Schlechter geht es wirklich nicht :)
Da die Deutschen am Abend darauf schon wieder abreisen mussten, freundeten wir uns einfach mit ein paar Polen an, die uns gleich freie Unterkunft anboten, da wir auf unsrer Rueckreise in ihrem Heimatort vorbeifahren. Genauso wie wir hier eben Logie bei ein paar Krakauer Studenten angeboten bekommen haben!
Dienstag sind wir dann endlich mit der Faehre nach Dubrovnik gefahren, von da aus dann direkt weiter mit dem Bus nach Budva, das angeblich sehr schoen sein sollte. Ist es auch, allerdings eher fuer den Ballermann Typ, wir haben uns inmitten der Party leicht fehl am Platze gefuehlt und uns so auf dem anscheinend schlechtesten Campingplatz in der Umgebung untergebracht. Immerhin war es guenstig.
AmTag darauf sind wir dann mit halb kaputten Bussen  nach Bar gefahren, wo wir den Tag faulenzend am Strand verbracht haben. Abends haben wir dann den Nachtzug nach Belgrad genommen, womit wir auf den Titel dieses Eintrages kommen.
Der Zug selber war bereits in stark demoliertem Zustand und ratterte erbaermlich. Aber wir waehnten uns dennoch gluecklich, da wir nur zu dritt im Abteil warenund uns also ueber die Sitze ausstrecken konnten - bis die Monetnegrische Antifa sich entschied, unseren Zug zu nehmen, scheinbar vollzaehlig. Sturzbetrunken liessen sich also einige Herren auf meinen Beinen nieder, andere quetschten sich in zentimeterbreite Luecken auf den Sitzen, sodass wir in einem 6er abteil anschliessend zu zehnt sassen. Plus staendig wechselnde Stehende. Das Geschehen wurde begleitet von lautstarken serbischen Sprechchoeren und Trampeln und Gegen-die-Waende-Hauen, sodass der Zug nachher noch kaputter war, als bei unserem Einstieg. Uebrigens ist auch Rauchen in Montenegrischen Zuegen gestattet und es gibt keine Klimaanlage. Toll!
Irgendwie haben wir die Zugfahrt ueberlebt und den Tag in erstaunlich guter Form ueberstanden. Vielleicht wollte uns eine ueberirdische Macht auch ein bisschen troesten, wir haben hier ein unschlagbar tolles Hostel gefunden, billig und DIE BESTEN DUSCHEN DER WELT (besser als zu hause sogar, mit so einer riesen Brause usw!). Ausserdem ist Belgrad guenstig, hat vegetarische Biolaeden und einen ganz besonderen Charme, der den Tag dann doch noch gerettet hat. Puh!
Morgen geht es dann weiter nach Istanbul. 24h Zugfahrt, juhu! Aber was tut man nicht alles wenn man noch jung ist ... ;)
Viele Gruesse und eine wohlverdiente gute Nacht,
Ella und Anne

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